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Rumänien: Süßes aus der zuckersüßen Stadt Oradea

Reisen im Kochtopf

Lust auf Süßes? - Dann kommt meine heutige Reise im Kochtopf gerade recht. Sie entführt Euch nach Rumänien, in die Stadt Oradea, nahe der ungarischen Grenze. Das einstige altösterreichische Großwardein hat mich so fasziniert, dass ich dort schon drei Mal war.

 

Ich habe dort junge Freunde gefunden, die nach den harten Jahren der brutalen Diktatur ihr Leben in die Hand genommen haben und aus der tollen Stadt wieder das machen, was sie einmal war - ein wahres Juwel! Von ihrer Zuversicht können wir in diesen Tagen einiges lernen - und uns zumindest mit dieser Mehlspeise verwöhnen, die mir der Schriftsteller, Deutschprofessor, Schulbuchautor und Umweltaktivist Orlando Balaş heute für Euch geschickt hat.

Wenn ich an Orlando und seine Freunde in der wunderschönen Stadt Oradea denke, bekomme ich gerade in diesen Tagen Gänsehaut. Unglaubliches mussten sie in der Zeit der Ceaucescu-Diktatur ertragen. Aber sie haben sich nicht aufgegeben - und arbeiten zusammen, dass Oradea, das einstige österreichische Großwardein, wieder groß wird. Das ist es eigentlich schon! Der Hauptplatz mit seinen faszinierenden Jugendstil-Fassaden ist herausgeputzt- sensationelle Juwele haben mir Orlando und Mihai, der Tourismusmanager der Stadt, gezeigt. Zum Beispiel: einen Kirchturm mit Mondphasenuhr aus dem Mittelalter. Oder die Kathedrale, wo hinter einem Altarbild der heiligen Maria ein Porträt "unserer" Maria Theresia versteckt ist. Die Burg Maria Theresias, die die Kommunisten zu einem schändlichen Foltergefängnis umfunktioniert hatten, haben die jungen Leute von Oradea zu einem kulturellen Ort der Begegnung gemacht - und in der Fußgängerzone gibt es fröhliche, schrille Lokale, aber auch traditionelle Gasthäuser mit gemütlichen Gärten. Kurzum: Wenn wir wieder reisen dürfen, solltet Ihr das vergessene Juwel Oradea unbedingt in Euren Reiseplan aufnehmen.

Schaut Euch im Video an, wie wunderbar Oradea ist:

Aber jetzt kommt Oradea vorerst einmal auf den Speiseplan:

Alivenci

Alivenci ist eine Nachspeise, die im Nordwesten Rumäniens, in der Moldau, sehr beliebt ist. Es gibt auch einen Tanz mit diesem Namen. Früher kochte man Alivenci auf dem Lande und gab man die in den Ofen auf großen Kren-, Nussbaum- oder Krautblättern, deshalb kochte man diese Nachspeise nur im Sommer.

Foto: Ramona Cuciuch https://theunlikelydiva.com/
Foto: Ramona Cuciuch https://theunlikelydiva.com/

Zutaten für 6 Portionen

400 g Topfen

4 Eier

4 EL Maismehl

2 EL Mehl

2 EL Sauerrahm + 1 Tasse Sauerrahm zum Servieren

1 EL Butter

Salz

Marmelade nach Belieben

Zubereitung

Den Topfen zerkleinern und mit den Eiern, Maismehl, Mehl, Sauerrahm und Butter zu einem Teig kneten. Eine Prise Salz nach dem Geschmack hinzufügen und dann den Teig in eine mit Butter eingefettete Backform geben.

30 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen.

Alivenci wird heiß serviert, mit einer guten Portion Rahm und eventuell Marmelade oder mit Rahm und ein bisschen fein geschnittenem Dill.



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Ich bin freier Reise- und Videojournalist mit Leib und Seele und Marketing-Experte für Tourismus. Ich war 23 Jahre lang Reise-Redakteur bei der österreichischen Tageszeitung KURIER und produziere seit 2015  Video-Reportagen mit vielen Insider-Tipps auf eigenen Kanälen.

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