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Oststeiermark: 5 Top-Wanderungen im Garten Österreichs

Oststeiermark

Saftige Almen, bunte Wiesen, dichte Wälder und in jedem Fall herrliche Aussichten und gemütliche Einkehrmöglichkeiten mit regionalen Schmankerln: Ich bin durch die Oststeiermark gewandert - auf fünf ganz unterschiedlichen Wanderwegen. Jeder für sich ist ein einzigartiges Erlebnis.

Die Oststeiermark nennt sich Garten Österreichs. Zu Recht - denn die  steirische Genussregion zwischen Jogl-, Apfel- und Almenland kann mit einer ungeheuren Vielfalt an Landschaften, Vegetationsformen und kulinarischen Genüssen aufwarten. Hier meine Wander-Tipps:


3 Wander-broschüren

100 Wanderrouten und jede Menge Tipps & Service

Der Tourismusverband Oststeiermark hat drei neue Gratis-Broschüren mit 100 verschiedenen Wanderwegen aufgelegt, die zu „Almen & Gipfel" (Band 1),  „Gipfel und Wäldern” (Band 2) und „Wäldern & Hügeln” (Band 3) führen. Neben einer ausführlichen Routenbeschreibung, Infos über Schwierigkeitsgrad, Länge, Höhenmeter und Gehzeiten, finden sich hier auch wertvolle Einkehr-Tipps, Aussichtspunkte, Hinweise für Wandern mit Hund, Wege mit Kinderwagen oder bei eingeschränkter Mobilität und vieles mehr. Außerdem auch Informationen über die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und das praktische und günstige Sammeltaxi-System SAM in der Region, das über App oder per Telefon bestellt werden kann.

Erhältlich beim Tourismusverband Oststeiermark, A-8225 Pöllau bei Hartberg, Telefon

0043 / 3335 47 147 und allen Tourismusbüros in der Genussregion Oststeiermark. www.oststeiermark.com


1. Sieben-Kögel-RundWeg

Gemütlich durch den Naturpark Almenland

Zum Auftakt geht es in den saftig-grünen Naturpark Almenland, wo im Sommer die berühmten Almo-Rinder weiden. Der Sieben-Kögel-Rundweg steht auf dem Programm. Chiara, meine Begleiterin vom Naturpark Almenland, kennt hier jede Bergkuppe wie ihre Westentasche, und sieben dieser „Kögel” statten wir heute einen Besuch ab. Wir treffen uns bei der Stoakoglhütte - und noch bevor ich den ersten Kilometer gegangen bin, genieße ich die Fernsicht rundum. Wir gehen gemütlich auf weichen Almböden und kommen bei den imposanten Dreiwetterkreuzen vorbei. Ein beeindruckendes Wahrzeichen, das den Himmel gnädig stimmen und Wetter-Gefahren auf der Alm abwenden soll.

Wenige Kilometer später begrüßt uns ein einsames Windrad, das brav seine Arbeit leistet. Der Wind weht hier fast immer. Schließlich erreichen wir den Plankogel - samt echtem Gipfelkreuz und herrlichem 360-Grad-Panorama-Blick in 1.500 m Höhe.

 

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Einkehr-Tipp

Brettljaus'n vom Almo-Rind mit „Diberl”

Direkt am Wanderweg bietet sich eine Einkehr in der Holdahüttn ein. Hier steht traditionelle Kost mit regionalen Gerichten im Mittelpunkt. Wir probieren Almo-Rindfleisch mit hausgemachten Sulz, frischer Zwiebel und steirischem Kernöl. Herrlich! Chiara weiht mich auch in das typische Wandergetränk ein - „Diberl” - Weißwein mit Soda und Himbeerkracherl. Erfrischend, aber ein bisschen gefährlich, weil man den Wein gar nicht raus schmeckt.

 Info: www.sommeralm.at

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2. Wildwiesenweg

Gemütlich durchs Joglland

Meine Wanderung Nummer 2 beginnt im mehrfach ausgezeichneten Blumendorf Strallegg. Hier treffe ich  Sarah von der Tourismusregion Joglland-Waldheimat. Vom prächtig Blumen geschmückten Dorf wandern wir durch den Wald zur Sagen umwobenen Wegkreuzung „Toter Mann” - einer kleinen Waldlichtung mit Kapelle und zahlreichen Legenden, die nicht alle so makaber sind, wie der Name vermuten lässt. Angerblich soll unter der Kapelle ein Pilger liegen, der unter den selbst auferlegten Strapazen, büßend auf Knien nach Mariazell zu rutschen, verstorben sein soll.  Toter Mann ist aber eigentlich eine Verballhornung des keltischen Begriffs  Tota Magos sein, und das bedeutete Volksfeld - war also offenbar ein Ort, wo sich die Germanen zu Rechtssprechungen, Kulten und Opferfesten für die Götter trafen.  

Bald erreichen wir die Wildwiese, eine Waldlichtung auf 1.254 Meter Seehöhe - mit einem prägnanten Aussichtsturm, der Wildwiesenwarte. Ein idyllischer Platz mit Rastbankerln mit herrlichen Ausblicken, einem KInderspielplatz, der Waldhauserkapelle - und der Wildwiesenhütte, an der besonders Naschkatzen nicht ohne Einkehr vorbei gehen sollten. 

 

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einkehr-Tipp

Süße Kalorienbomben und 147 Stufen zum Ausgleich

Die Spezialität der Wildwiesenhütte sind hausgemachte Mehlspeisen, aber auch andere deftige Hausmannskost vom Hüttenschnitzel bis zu Grillgerichten vom Holzkohlengrill. Wie gut, dass die Hütte unmittelbar neben Wildwiesenwarte steht. 147 Stufen führen auf den 36 Meter hohen Aussichtsturm - also eine sehr gute Möglichkeit, überschüssige Kalorien wieder los zu werden. 
Info: www.wildwiesenhof.at
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3. Hochwechselrunde

Auf den zweithöchsten Gipfel der Hochsteiermark

Am nächsten Tag treffe ich mich mit Sarah bei der Rabl-Kreuz-Hütte in Waldbach. Wieder sind wir im Joglland unterwegs, aber diesmal geht es auf den zweithöchsten Gipfel der Oststeiermark, auf den 1743 Meter hohen Hochwechsel (höchster Berg ist der Region ist das Stuhleck mit 1782 m).  ir gehen es gemütlich an - mit einem Schnapserl in der Rablkreuz-Hütte. Auch wenn wir auf der fast 18 Kilometer langen Strecke immerhin 550 Höhenmeter überwinden, ist es doch eine recht gemütliche Wanderung. Ein bisschen außer Atem komme ich schon, aber ein großer Teil des Weges führt auf weichem Waldboden - eine Wohltat für großstädtische Beine. Und es gibt genügend  Einkehrmöglichkeiten, um wieder zu Kräften zu kommen.

Auf dem Gipfel beim Wetterkoglerhaus haben wir eine wunderbare Aussicht, die aber auch nachdenklich stimmt. Hier haben in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs erbitterte Kämpfe zwischen den Deutschen und den Russen stattgefunden. Eine Kapelle mit Soldatenfriedhof erinnert daran. 

Beim Abstieg klärt mich Sarah auf, warum das Joglland Joglland heißt. Dass das mit Maria Theresia zu tun hat, und wieso - das verraten wir im Video.

Etwas müde, aber angenehm entspannt kehren wir in der Rabl-Kreuz-Hütte ein.

 

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Einkehr-Tipp

Köstliches vom Wild

Wer gerne Wild isst, dem empfehle ich, beim Ausgangspunkt und Ziel der Hochwechselrunde einzukehren. Unsere Wildschnitzelplatte war ein Gedicht! Die Sonnenterasse bietet zudem herrliche Ausblicke ins Joglland.
Info: www.rablkreuz-hochwechsel.at
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4. Hirschbirnweg

Vom Schloss Pöllau zum Picknick auf dem Pöllauberg

Mit Christine, „Mrs. Naturpark Pöllauertal”, wandle ich schließlich auf den Spuren der Pöllauer Hirschbirn: der einzigartigen Birnensorte, in die man besser nicht in rohem Zustand rein beißt, sondern die man am besten veredelt genießt - als Saft, Schnaps, im Leberkäs, gedörrt oder in Schokolade zum Beispiel. 

Das Pöllauer Tal hat aber noch viele regionale Produkte mehr, und deshalb füllen wir im Pöllauer Bauernladen am Hauptplatz von Pöllau erst unseren Picknickkorb auch mit Schinken, Wurst und Käse,  bevor wir beim Schlosspark auf den Hirschbirnweg starten. Christine hat außerdem den Pöllauer Mugl mitgebracht. Was das ist, verrate ich beim Picknick-Tipp unten.

Den Hirschbirnweg gibt's in zwei Richtungen, wir entscheiden uns für die Variante mit besonderer Aussicht - hinaufzum Pöllauberg. Die Bergkapelle winkt von oben  als Schmuckstück verheißungsvoll auf Pöllau herab, und macht neugierig, entdeckt zu werden. Also auf geht's.  

Wir folgen den Wallfahrern und kommen zunächst beim Kalvarienberg vorbei. Dann geht's ganz schön steil bergauf auf einem schönen Waldweg, bis wir auf einer Waldlichtung den Pöllauberg schon sehr nahe sehen. 

 Es braucht aber noch eine Weile, bis wir den Pöllauberg erklommen haben und in der Wiese bei der Kapelle unsere Picknickdecke ausbreiten.

Geschafft! Nach einer langen köstlichen Pause treten wir den Rückweg an. Der führt gemütlich bergab bis zum Rauschbach.

 

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Picknick-Tipp

Pöllauer Mugl

Der Pöllauberg bietet sich wunderbar für ein Picknick im Grünen an. Und weil der Naturpark Pöllauer Tal jede Menge regionale Produkte hat, empfehle ich, den Proviant nicht in irgendeinem Supermarkt einzukaufen, sondern in den regionalern Läden in und um Pöllau - oder z. B. im Pöllauer Bauernladen am Hauptplatz. Und am besten genießen Sie dazu den Pöllauer Mugl, das ist ein traditionelles Gebäck der Bäckerei UItz, das eigentlich im 18. Jahrhundert durch ein Missgeschick der Bäckerlehrlinge entstanden ist, aber den Pöllauer Hauptplatz darstellen soll. Mehr dazu verrate ich im Video.

 

Infos:

Bäckerei Uitz

Pöllauer Bauernladen 

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5. Ringwarterunde

Erfrischend zum Wahrzeichen der Stadt Hartberg

In der Stadt Hartberg treffe ich am Hauptplatz Nicole vom Tourismusbüro Hartbergerland. Das Ziel meiner letzten Wandertour in der Oststeiermark ist das Wahrzeichen der Stadt Hartberg: die Ringwarte-Runde. Der Weg führt vom Hauptplatz auf den Hausberg der Stadt - den Ringkogel, bis auf 789 Meter hinauf. Es ist ewin gemütlicher und idyllischer Wanderweg durch einen Schluchtwald mit vielen Brücken und Stegen, immer dem Bach entlang, der an heißen Tagen willkommene Erfrischung bietet.

Bald erreichen wir die Ringwarte, die aus zwei Gründen ein perfektes Wanderziel ist: Zum einen bietet der 30 Meter hohe Aussichtsturm (99 Stufen) einen hervorragenden Ausblick bis nach Ungarn, Kärnten und Slowenien.

Zum anderen werden wir gleich neben dem Turm serviert Ulli beim Rastplatzl zur Ringwarte wunderbare steirische Schmankerln und köstlichen Wein - „beim schönsten Arbeitsplatz von Hartberg”, wie Ulli im Video-Interview strahlend sagt.

 Gestärkt wandern wir zurück nach Hartberg. Aber ein bisschen Platz für ein Dessert habe ich zum Glück noch, denn Nicole führt mich zum Weinhof Buschenschank Postl, wo zum Ausblick auf die Stadt Hartberg neben regionalen Schmankerln auch herrliche Süßspeisen serviert werden.

 

So viel steht fest: Hungrig bleiben Wanderer in der Oststeiermark nie - egal, für welche Tour Sie sich entscheiden.

 

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Info:

Rastplatzl Zur Ringwarte

Weinhof Buschenschank Postl

Erlebnis-Tipp

Frisch Gemahlenes aus der Posch-Mühle

Bevor es auf der Ringwarterunde von Hartberg  ins Grüne in der Brühl  den Bach  entlang geht, machen wir einen Abstecher in die Posch-Mühle. Ein Mühlrad haben wir bei der 500 Jahre alten Mühle zwar nicht entdeckt, weil der Betrieb schon vor etlichen Jahren auf Strom umgestellt wurde, aber gemahlen wird hier noch auf traditionelle Weise, und Müller Roman erklärt auf spannende Weise, worauf es beim Getreide mahlen ankommt. Im Mühlenladen nebenan können Sie Bio-Mehl aus eigener Produktion, Müsli, Knabberkerne und allerlei Bio-Produkte aus der Region kaufen.

Info: www.poschmuehle.at

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INFO

Tourismusverband Oststeiermark, Schloss 1, 8225 Pöllau, Tel. +43 3335/ 471 47, www.oststeiermark.com



Hinweis: Diese Videos & Story entstanden im Rahmen einer entgeltlichen Kooperation mit dem KURIER. Mehr darüber auf www.kurier.at/reisetipps


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Über mich

Ich bin freier Reise- und Videojournalist mit Leib und Seele und Marketing-Experte für Tourismus. Ich war 23 Jahre lang Reise-Redakteur bei der österreichischen Tageszeitung KURIER und produziere seit 2015  Video-Reportagen mit vielen Insider-Tipps auf eigenen Kanälen.

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