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Geheimtipp Masuren: Ein perfektes Reiseziel für den Sommerurlaub

Polen.

Es muss nicht immer das Mittelmeer sein. Diesen Sommer bin ich in den nördlichsten Zipfel Polens gereist - zu den Masuren, auch „Land der tausend Seen" genannt. Und ich bin ins Staunen geraten: Die Masuren haben alles, was es für einen richtig feinen Sommerurlaub braucht: super Hotels, feines Essen, jede Menge Ausflugsmöglichkeiten und Abenteuer, viel Natur und hübsche Städtchen und - natürlich - Seen und Badestrände in Hülle und Fülle. Hier meine besten Insider-Tipps aus den Masuren:

 

Die Masurische Seenplatte liegt nicht gerade ums Eck: Rund zehn Stunden hat unsere Anreise gedauert - allerdings meistens über gut ausgebaute Autobahnen und Landstraßen. Und mit einem genialen Zwischenstopp in der spannenden Stadt Lodz. Die meisten Österreicher kennen den Namen nur vom alten Schlager „Theo, wir fahr'n nach Lodz!” - dabei ist Lodz die drittgrößte Stadt Polens, die sich mit trendigen Szenevierteln richtig gemausert hat, wie Sie im Video sehen können:

Claudius Rajchl in Manufaktura, Lodz, Polen
Cooles Stadtviertel in Lodz: Manufaktura

Leider hatten wir nur einen halben Tag Zeit, um die Lodz zu besichtigen. Ich empfehle Ihnen nach Möglichkeit noch eine zweite Nacht einzulegen, dann sehen Sie nicht nur die wichtigsten Hotspots, sondern können auch in die Geschichte der einstigen Industriestadt eintauchen. Sehr spannend! 

Hier meine  Insider-Tipps aus Lodz

Am nächsten Morgen ging es schon wieder weiter nach Buczyniec, unser erster Stopp in den Masuren, wo mich gleich ein einzigartiges Wunderwerk der Technik erwartete:

Weltweit einzigartig: Dieses Schiff wird zur Eisenbahn!

Die technischen Meisterwerke, mit denen Ausflugsboote und Schiffe durch Kanäle und Seen mit Niveauunterschieden geschleust und gehievt werden, haben mich immer schon begeistert. Zuletzt im deutschen Brandenburg, wo in Niederfinow nahe der polnischen Grenze ein riesiger Aufzug Schiffe 36 Meter überwinden lässt. ➜ Meine Video-Reportage über das Schiffshebewerk Niederfinow sehen Sie hier.  

Aber was ich in Buczyniec zu sehen bekomme, ist auch nicht von schlechten Eltern: Hier wird ein ganzes Ausflugsschiff kurzerhand zur Eisenbahn, um den Rollberg im Oberländischen Kanal  mit 99 Meter Höhenunterschied zu bewältigen! Dazu fährt das Schiff im Wasser auf einen Schienenuntersatz und wird dann über Wasserrad-Systeme auf Schienen an Land gezogen, um nach dem Berg wieder ins Wasser gelassen zu werden. Das Meisterwerk der Technik wurde bereits 1860 erbaut und funktioniert mit derselben Technik im Originalzustand nach wie vor, wie uns Kapitänin Dorota Rojewska versichert. Im Video sehen Sie mehr.

Insider-tipp

Fragen Sie nach Dorota!

Im Oberländischen Kanal sind mehrere  Ausflugsschiffe unterwegs, drei davon betreibt Dorota Rojewska, und es werden Ausflüge zwischen einer und fünf Stunden angeboten. Fragen Sie beim Buchen am besten, ob Dorota an Bord ist - denn die Polin spricht perfektes Deutsch und erklärt den Gästen mit ihrer ganzen Liebe und Leidenschaft, wie der Rollberg funktioniert. Nehmen Sie sich außerdem vor oder nach dem Ausflug noch Zeit, um die Manöver auch vom Land aus zu beobachten. Wenn das Schiff zur Eisenbahn wird, ergibt das zahlreiche beeindruckende Fotomotive.
Info: www.rejsypopochylniach.pl/de
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Die schönsten Seen der Masuren

Ein Urlaub reicht natürlich nicht aus, um auch nur einen Bruchteil der Masurischen Seen zu entdecken. Wer mit dem Rad oder mit dem Auto durch die Region fährt, bekommt alle Augenblicke einen anderen See zu Gesicht. Große, kleine, idyllische Naturparadiese oder belebte Wassersport-Reviere. Für jeden Urlaubstyp ist der richtige See dabei. hier eine kleine Auswahl der Seen, die ich bei meiner Drehreise erkunden durfte:

 

 

 Śniardwy (auf Deutsch Spirdingsee):  für Unternehmungslustige

Der größte See Polens ist mit 114 km² fast doppelt so groß wie die Stadt Salzburg. Über einen Kanal erreicht man auch weitere Seen. Das Städtchen Mikołajki ist nicht nur ein netter Ort, hier gibt es auch schöne Seehotels.

 

Szelag See: für Naturfans

Ein naturbelassenes Refugium, umgeben von dichten Kiefernwäldern in Stare Jabłonki gleich neben Osterode. Hier gibt es auch ein nettes Hotel, ideal für Familien.

 

Isąg See bei Łukta: für Familien und Wasserratten

Ebenfalls ein Naturparadies, jedoch mit einem kleinen feinen Sandstrand und Badesteg des Hotels Masuria. Eine Besonderheit ist hier auch eine große Sauna-Kapsel für Schwitzen mit See-Blick. Wem ein heißer Sommer nicht heiß genug sein kann, oder wenn das im Sommer recht stabile Wetter in den Masuren doch einmal zu wünschen übrig lässt.

 

Ukielsee: für Aktive und Kulturinteressierte

Der Ukielsee liegt am Rande der Masuren-Hauptstadt Olsztyn und ist daher besonders für Aktivurlauber, die gerne Ausflüge und auch Kultur mögen, interessant.  Am See locken feine Hotels (z. B. das Boutiquehotel Tiffi, es gibt viele Wassersportmöglichkeiten, ein Freibad und unzählige Ausflugsmöglichkeiten, zum Beispiel in die entzückende Stadt Olsztyn. 

 

Ryn:  eine Stadt, zwei Seen

Wer die Abwechslung liebt, dem ist das Städtchen Ryn zu empfehlen. Dort gibt es gleich zwei Seen – einen mit Badezone und gesichertem Nichtschwimmerbereich – und dem größeren See, der ein bisschen an den Wörther See erinnert. Mit Segelhafen, Flaniermeile und netten Lokalen. Und dazwischen liegt auf einem Hügel ein etwas schräges Ritterhotel.

 

➜ Lesen Sie auch meine Hotel-Tipps

Insider-tipp

Schwimmendes Fischlokal

Die zahlreichen Seen laden nicht nur zum Bootfahren, Schwimmen oder zu diversen anderen Wassersportaktivitäten ein, es gibt auch schwimmende Restaurants. Wir haben von Mikolajki aus das urige Fischlokal Zeglarska Smazalnia besucht. Hier werden fangfrische  Zander, Quappen, Barsche und Zwergmaränen frittiert. Man sitzt rustikal an Heurigenbänken und genießt den Ausblick auf den See. Köstlich! Erreichbar zum Beispiel mit dem Motorboot-Taxi des Hotels Mikolajki. 
Info: zeglarskasmazalnia.pl
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Die schönsten Ausflüge

Glücksbringer in Olsztyn: Die Nase des Nikolaus Kopernikus
Glücksbringer in Olsztyn: Die Nase des Nikolaus Kopernikus

 

Ob Natur, Städte oder Denkmäler wechselhafter Zeitgeschichte inklusive der dunklen Kapitel aus der Nazi-Zeit mit der Ruine von Hitlers Bunker Wolfsschanze: Es gibt zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten für alle Alters- und Interessensgruppen.

Wir haben uns auf die Natur konzentriert, aber auch der regionalen Hauptstadt Olsztyn einen Besuch abgestattet - ein sehr hübsches Städtchen. Die Altstadt ist komplett renoviert, mit viel Grün - und einer imposanten Klosterburg. Hier lebte auch der berühmte Astronom Nikolaus Kopernikus. Der angeblich heute noch den Besuchern der Stadt Glück bringt: Wer am Kopernikus-Denkmal seine bronzene Nase berührt, erfährt angeblich positive Schicksalswendungen. Kein Wunder, dass die Nase ziemlich blank geputzt ist.

 

Auf dem Landgut Galiny haben wir Landluft geatmet - und einen Ausflug mit 2 PS unternommen. Mit der Pferdekutsche ging es zu einem kleinen See. Auch reiten kann man hier. Info: www.palac-galiny.pl/de/  

 

Auf der Website https://mazury.travel/de/ finden Sie zahlreiche Anregungen und Reiseideen in deutscher Sprache. 

Insider-Tipp

Der Gondoliere des Burgklosters

Direkt am Fluss Lyna - dem längsten Fluss der Masuren - befindet sich in Lidzbark Warmínski eine ehemalige Klosterburg, in der auch Nikolaus Kopernikus eine Zeitlang lebte. Heute ist das  revitalisierte Gebäude ein schönes Hotel mit Spa. Von hier aus werden auch Bootsausflüge auf der Lyna mit Gondoliere angeboten.
Info: https://www.hotelkrasicki.pl/en/
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Kleiner Speiseführer: Das isst man in den Masuren

Die polnische Küche ist vielfältiger als viele denken, und in den Masuren kommt naturgemäß auch viel gesunder Fisch auf den Teller. Im Seerestaurant Gościniec Ryński Mlyn in Ryn haben wir uns durch die gesamte regionale Küche der Masuren gekostet: mit Fleisch und Kraut gefüllte Kartoffelpuffer, Stelze, Fisch, Kartoffelknödel, Piroggen (gefüllte Teigtaschen) und vieles mehr.

 

Lokal-Tipp: https://www.zamekryn.pl/en/

 

Weitere Infos über die regionale Küche der Masuren

Hotel-Tipps

Feine Adressen in den Masuren

Dass Polen sehr oft unterschätzt wird, habe ich einmal mehr in den Masuren erlebt. Die Hotels können sich hier wirklich sehen lassen! Hier meine Empfehlungen:

INFO

Anreise: 

Wien - Olstyn ca. 870 km, 9 Stunden Fahrzeit. Meist über gut ausgebaute Autobahnen und Landstraßen.

 

Währung & Preisniveau:

1 € entspricht ca. 4,5 plnische Zloty (PLN). Eine Mahlzeit in einem guten Mittelklasse-Restaurant kostet etwa 8-12 €. ein großes Bier ca. 2 €.

 

Wetter: 

Im Hochsommer ist das Wetter in den Masuren meist stabil. Temperaturen deutlich über 20 Grad. Badetemperaturen im Sommer: weit über 20 Grad.

 

 

Weitere Infos:

Polnisches Fremdenverkehrsamt in Wien, Fleschgasse 34, 1130 Wien, Tel. 01/ 524 71 91, www.polen.travel 

http://mazury.travel/de/



Hinweis: Diese Videos & Story entstanden im Rahmen einer entgeltlichen Kooperation mit den Salzburger Nachrichten und dem Polnischen Fremdenverkehrsamt. Mehr darüber auf www.SN.at/rajchlreist


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Über mich

Ich bin freier Reise- und Videojournalist mit Leib und Seele und Marketing-Experte für Tourismus. Ich war 23 Jahre lang Reise-Redakteur bei der österreichischen Tageszeitung KURIER und produziere seit 2015  Video-Reportagen mit vielen Insider-Tipps auf eigenen Kanälen.

Kontakt

Claudius Rajchl,

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