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Emirat Ras Al Khaimah

Als lebende Gondel auf der längsten Zip-Line der Welt

Das abgefahrenste Abenteuer im Emirat Ras Al Khaimah ist die längste Zip-Line der Welt: Mit 150 km/h rase ich nur an einem Seil hängend 2,8 Kilometer in die Tiefe! Nur Geröll, Felsen und eine Straße hinter mir.

von Claudius Rajchl (Kommentare: 0)

Als lebende Gondel auf der längsten Zip-Line der Welt
Zipline im Selbsttest
Aufgeregt vor dem Start: Wie wird der Flug mit Tempo 150?

Dubai hat den höchsten Turm der Welt, Abu Dhabi den Formel 1-Parcours und den Ferrari-Themenpark. Aber was hat das Emirat Ras Al Khaimah, das hierzulande kaum noch jemand kennt? - Mit Jebel Jais den höchsten Berg der Emirate (1934 m) zum Beispiel - und da eines der abgefahrensten Abenteuer, das ich je erlebt habe: Nur an einem Seil hängend in zwei Minuten über die Berge in die Tiefe fliegen, das ist der Adrenalin-Kick auf der längsten Zipline der Welt.

Faszinierende Bergwelt

Schon die Fahrt in die Berge ist ein Erlebnis – eine perfekt ausgebaute kurvige Straße (ideal für Motorradfans), interessante Stein-Formationen, einige davon so rosarot, dass sie mich an die jordanische Nabatäer-Stadt Petra erinnern. Kunstwerke der Natur.

Jebel Jais: Faszinierende Steinwüste

Aber mit den Ausblicken gebe ich mich nicht zufrieden. Ich will den ultimativen Kick ausprobieren und fahre zur Bergstation der Adventure-Firma Toro Verde, wo ich sogleich auf meinen ersten Flug als lebende Gondel vorbereitet werde. Und ich geb zu: Ich bin ziemlich aufgeregt, während mir die Mitarbeiter diverse Seile und Karabiner um den Körper schnallen und eine ziemlich schwere Schürze anlegen. Ein Haarnetz auf mein schütteres Haupthaar (um die Frisur zu schonen?) gespannt, ein Helm mit  GoPro aufgesetzt (jeder wagemutige Abenteurer bekommt am Ende die Speicherkarte mit den Aufnahmen des Flugs) - und schon geht's zur Abflugstation.


In Schieflage

Nach einer kurzen Einschulung, die uns vor allem die Angst nehmen soll - "Es kann nichts passieren. Wenn Sie plötzlich stehen bleiben, ist das ganz normal. Sie werden abgebremst, damit Sie sicher bei der Station ankommen." -  geht's auf die Start-Rampe.

Und schon werde ich in Schieflage gebracht und aufs Seil gehängt. „Are you ready?“ ruft der Seilbahn-Mann. „Yes!!!!“ schreit die lebende Gondel auf Zeit, ziemlich aufgeregt.

Und dann geht’s los und – erstaunlich rasch tritt Entspannung ein, denn so sehr die Vorbereitungen die Nerven belastet haben, so sehr kann ich den Flug jetzt genießen. Lustig: Das Geräusch klingt wie ein Jet, aber ich gleite ruhig unterm Seil dahin.

Erstaunlich rasch bin ich bei der Zwischenstation gelandet. Ich darf ein wenig verschnaufen, schau mich um. Die Station hängt auf Seilen in den Bergen - und das Gefühl hier zu stehen ist mulmiger als der Flug. 

Ein Mitarbeiter nimmt mir die Schürze ab und hängt Karabiner um - und wenig später startet der zweite Teil meines Fluges: im Sitzen. Das Finale erinnert nun an Flying-Fox-Erlebnisse, die ich schon von Abenteuern in Österreich kenne.  Aber die Berge von Ras Al Khaimah haben schon ihren einzigarigen Reiz.

Wie es mir beim Flug ergangen ist?

Interessanterweise habe ich den Flug mit Blick in die Tiefe ohne jedes Schwindelgefühl erlebt, er war weniger mulmig als der von einer Hochhaus-Terrasse in die Tiefe. Ganz ruhig bin ich dahin geglitten. Die 2 Minuten sind wie im Nu vergangen. Ich würde es jederzeit wieder machen.

Was kostet der Flug?

Der Flug kostet 425 Dirham (ca. 100 €, Stand: 26.1.2019)

Infos: Worlds longest zipline

Ich habe den Flug als Teil eines Ausflugs in die Berge auf Vermittlung des Wiener Emirate-Spezialisten enjoy Reisen und Visit Ras al Khaimah genossen.

 

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