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Thailand

Warum ich beim Elefanten waschen nicht nass geworden bin

Mein Abenteuer im Dschungel-Camp von Khao Sok war herzerfrischend: Noch nie bin ich Elefanten so nahe gekommen - und noch nie habe ich so fest geschrubbt wie bei meinem vergangenen Thailand-Trip. Und das kam so:

von Claudius Rajchl (Kommentare: 0)

Warum ich beim Elefanten waschen nicht nass geworden bin

Als ich Asien-Experte Richard Senft erzähle, dass ich nach Thailand zu Dreharbeiten reisen darf, gibt er mir gleich einen Tipp mit: "Wenn Du schon nach Thailand fliegst, mach unbedingt einen Abstecher in den Nationalpark Khao Sok im Süden des Landes - dort wirst Du ein Abenteuer mit Elefanten erleben, das Du nie mehr vergessen wirst."

Elefanten-Abenteuer? - "Ja mit den Dickhäutern spielen, sie waschen und füttern." Waschen? Hab ich richtig gehört? Und wenn die mir auf die Zehen steigen? - "Lass dir das nicht entgehen", sagt der Chef des Reisebüros enjoy reisen in Wien - und ich vertraue ihm.

Feines Hotelzimmer mit Zeltstoff drumrum

Wenige Tage später fahre ich im Elephant Hills Camp vor - und werde gleich von den netten Mitarbeitern begrüßt. Ich beziehe mein Zelt. Wobei: Zelt ist eine starke Untertreibung. Eher: Feines Hotelzimmer mit richtig angenehmen Betten, elektrischem Strom, Dusche und WC, nur dass halt zufällig keine Mauern drum herum gebaut ist, sondern Zeltstoff sanft im Wind flattert. aber drüber noch ein gebautes Dach. Sicherheitshalber, dass es ja nicht durchregnet.

Geregnet hat es eh nicht die vier Tage, aber nass werden hätte ich schon können, denn kurz nach dem Einchecken geht's schon zu den Elefanten.

Rüssel als Schnorchel

Genauer gesagt: zu den Elefanten-Damen. 12 weibliche Dickhäuter wohnen hier mit ihren Elefantenhütern (Mahuts) - und dürfen sich von ihrem früheren harten Leben als Arbeitstiere oder Zirkuselefanten erholen. Jetzt dürfen sie fast machen, was sie wollen - nur ein paar Mal am Tag kommt eine kleine Gruppe Touristen vorbei, und dann "müssen" sie in den Teich zum Baden und Plantschen. Das lassen sich die Elefanten aber nicht zwei mal befehlen, denn sie genießen das richtig. 

Ich lerne: So ein Rüsseltier hat's praktisch. Braucht nie ein Schnorchel und kann ziemlich lang unter Wasser bleiben. Die Elefantendamen nützen den Rüssel sehr geschickt zum Atmen. Und wollen gar nicht raus, aber jetzt führen sie ihre Mahuts zur "Waschstraße der Elefanten." 

Und jetzt komme ich ins Spiel.Guide Gami gibt mir eine Einschulung, wie das mit dem Elefanten waschen funktioniert: MIt Kübel, Schlauch und Bürste - und ich mache mich auf ein nasses Abenteuer gefasst - und habe Angst um meine Zehen. Aber - beides völlig unbegründet. Denn offensichtlich ist meine Elefantendame so begeistert von meinen Waschkünsten, dass sie mir milde zulächelt (glaube ich zumindest) - und ihr linkes Auge mich sanft anblickt. Ich bekomme... wie soll ich es nennen ... fast "Sohn-Gefühle" bei diesem herzlichen Miteinander. 

Und, ich weiß nicht warum, aber wir beide schaffen es, dass ich bei dem ganzen Spiel nicht nass werde. Beinahe anstrengend wird hingegen das abschließende Peeling: Mit Kokosnussfasern darf ich den Rüssel und den Körper schrubben - also Teile des Körpers, denn bei einem Vollkörper-Peeling eines Elefanten wäre ich entweder jetzt noch dort oder endgültig adoptiert worden. 

 

Der Trick mit dem Super Food

Nach dem Elefanten waschen darf ich meiner neuen Freundin ein feine Mahlzeit zubereiten. Bananen, halbierte Ananas, in bekömmliche Stücke gehacktes Bambus - und ein  – „Superfood“ aus Tamarinde, Reissamen und Salz,  das ich in ein Bananenblatt einwickle. Diese Mahlzeit mögen die Elefanten übrigens nicht so gerne. Weil zu gesund vermutlich. Damit die das verspeisen, muss ich danach rasch eine Banane nachreichen. Diese Tricks der Überlistung kommen mir irgendwie von meinen Kindern bekannt vor.

 „Das ist für die Elefanten nur ein Snack – die Tiere essen bis zu 250 Kilogramm am Tag“, erzählt Gami. Elefanten können einen also richtig arm fressen, was ein Grund ist, warum sich manche Mahuts nur dann so ein Riesentier leisten können und wollen, wenn sie auch eine Arbeitsleistung erbringen. Da haben es die Elefantendamen vom Elephant Hills Camp schon besser.

 

INFO & BUCHUNG

Eine Privatrundreise mit zwei Tagen/eine Nacht Jungle Safari gibt es inklusive Übernachtung im Elephant Camp, Vollpension, Elefanten-Abenteuer und Regenwald-Erkundung sowie Transfer ab/bis Phuket, Krabi, Khao Lak, Surat Thani oder Koh Samui bei enjoy reisen schon ab 395 €. Die 3tägige Safari (2 Nächte im Elephant Camp) kostet ab 660 €, 4 Tage/3 Nächte mit Übernachtungen im Elephant Hills und im Rainforest Camp gibt es ab 715 €.

Details und Buchung: enjoy reisen

 

FLÜGE:

zum Beispiel Wien-Bangkok mit EVA Air, ab 560 € pro Person, inkl. Taxen. www.evaair.com

 

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