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Venedig

Venedig ohne Kofferschleppen

Vorige Woche habe ich Venedig einmal ganz anders - und viel bequemer - erobert: Mit der Autofähre zum Lido, und von dort ganz relaxt mit den Vaporetti zu bekannten und unbekannten Ecken der Lagunenstadt. Hier meine Tipps für Wiederholungstäter:

von Claudius Rajchl (Kommentare: 0)

Venedig ohne Kofferschleppen

Klar: Wer zum ersten Mal nach Venedig kommt, möchte auch direkt dort übernachten, vielleicht sogar möglichst nah am Markusplatz. Aber wer nicht grad das nötige Kleingeld fürs Luxushotel Danieli inklusive Privat-Transfer per Bootstaxi hat, für den heißt es dann entweder mit dem Auto ins teure Parkhaus am Piazzale Roma oder vom Bahnhof mit Gepäck Hotel suchen und die Koffer durchs Gewirr der Kanäle, Treppen und Brücken schleppen. Und: Cappuccino, Tramezzini und Pizza oft zu unverschämten Preis-Qualitäts-Missverhältnissen "genießen".

Ich habe mich vorige Woche für einen anderen Weg entschieden, den ich - vor allem in der Nebensaison - sehr empfehlen kann: Wir sind mit dem Auto von Mestre zur Autofähre zum Lido gefahren. Kostet etwa gleich viel wie die Parkgebühr für einen Tag am Piazzale Roma, ist aber wesentlich entspannter. Alle halben Stunden fährt die Fähre, und während der Fahrt  bekommt man gleich das erste Sightseeing serviert.

Wir nähern uns Venedig richtig vom Wasser, also - wie einst die Dogen - von der "Vorderseite".

Nach etwa 20 Minuten Fahrt (die Bar an Bord verkauft respektablen Cappuccino) und fünf Minuten später sind wir auch schon in unserem Hotel - dem Panorama, direkt vor der Vaporetto-Station zum Markusplatz. Und dort hat man die Wahl zwischen der direttissima - also knapp zehn Minuten zum Markusplatz, oder mit der Kirche ums Kreuz etwa eine Stunde dahin zu tuckern. Ich kann diese Kirche-ums-Kreuzfahrt allerdings sehr empfehlen. Entschleunigt super und zeigt Venedig auch hinter den Tourismus-Kulissen.

Meine Tipps:

1. Hotel Panorama

Perfekt für Venedig-Fans - perfekte Lage, Parkplatz inkludiert, nette Zimmer und für italienische Verhältnisse sehr abwechslungsreiches Frühstücksbüfett. Das Personal war bei meinem Besuch sehr zuvorkommend und freundlich - man spricht perfekt Deutsch.

Fotos: Hotel Panorama

www.hpanorama.com  

 

 

2. Ristorante Antica Sacrestia: Fein speisen im Palazzo-Ambiente

Nicht ganz billig, aber kein Nepp, was so nah am Markusplatz ein kleines Wunder ist. Im romantisch-historischem Ambiente werden feine venezianische Menüs und gute Weine kredenzt. Zu zweit kann man unter 100 €  bleiben und hat dennoch wirklich gut gespeist. Fein: die pechschwarze Pasta seppia.

Foto: Antica Sacrestia

www.anticasacrestia.it

 

3. Tramezzini-Schnäppchen: Bar ae Maravegie

Sehr nett und günstig habe ich in der Bar ae Maravegio gespeist. Hier gibt's prall gefüllte Tramezzini um 1,50 € - manche verlangen über 2 € pro venezianischem Sandwich, das aber nicht so üppig befüllt ist wie hier. Und der Kellner war auch sehr nett.

Adresse: Calle della Toletta, Dorsoduro 1185 (nahe Vaporetto-Station Accademia)

 

4. Kulturtipp: Führung in der Oper "La Fenice"

Sehr beeindruckt hat mich die Führung in der Oper "La Fenice", die ich noch als Baustelle nach dem letzten Brand in Erinnerung hatte. Jetzt ist sie fein herausgeputzt, und man darf bei der Führung sogar in den Logen für den Dogen Platz nehmen. Wobei: die Loge hat nie einen Dogen gesehen, denn sie wurde in der wechselhaften Geschichte des Theaters mehrmals umgestaltet bzw. entfernt.

www.teatrolafenice.de

 

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