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Schweiz

Mit dem langsamsten Schnellzug zum Matterhorn

Entschleunigt in die Schweizer Berge: Die beiden Panorama-Bahnen Bernina Express und Glacier Express haben mir Berge gegeben. Hier meine Tipps nicht nur für Bahnfans - in Kooperation mit der österreichischen Tageszeitung Kurier:

von Claudius Rajchl (Kommentare: 0)

Mit dem langsamsten Schnellzug zum Matterhorn

"Wer nichts gelernt hat und nichts kann, der geht zur... Bahn" - so ein österreichischer Tachinierer-Spruch käme einem Eidgenossen niemals über die Lippen. Die Schweizer lieben ihre Bahn und das hat gute Gründe. Meine Fahrt mit den beiden Panoramabahnen Bernina Express und Glacier Express hat gezeigt: Da passt rundum die Qualität. Vom Service ebenso wie vom Interieur. Und die großen Panoramafenster für die extra breiten Ausblicke werden jeden Tag geputzt. Somit waren meine Video- und Motive auf Schiene.

Mehr dazu in den Videos. Hier meine Insider-Tipps dazu:

Bernina Express: Vom Gletscher zu den Palmen

Hauptargument für den Bernina Express ist die abwechslungsreiche Tour. Zwischen Chur und Poschiavo habe ich – teilweise auf UNESCO-Welterbe-Strecke - typische Schweizer Städte, Gletscher, faszinierende Bahnviadukte und ein italienisch anmutendes Dorf an der Grenze zu Italien erlebt. Im Video können Sie hautnah dabei sein.

Das Personal serviert Snacks und Süßigkeiten. Es gibt eine Bibliothek mit Büchern über Bahn und Berge.

  1. Bahnfahrt erste Reihe fußfrei

Im Bernina Express bin ich ein Stück in der Lokführer-Kabine mitgefahren. Sehr cool! Das können Sie ebenfalls buchen. „Fußfreie“ Ausblicke auf die Gletscherwelt der Schweizer Alpen sind so garantiert! (mehr im Video).

  1. Selber bremsen und Weichen stellen

Mit den beiden Panoramazügen Bernina und Glacier Express fahren Sie die Strecke jeweils in einem durch. Der Weg ist das Ziel. Aber auf dem Rückweg zahlen sich einige Zwischenstopps aus. Zum Beispiel in Bergün im Bahnmuseum Albula. Hier darf ich Weichen stellen und Züge bremsen. Sicherheitshalber nur am Simulator. www.bahnmuseum-albula.ch

  1. Bergrestaurant nur mit Bahn-Anschluss

Köstliches, deftiges Essen mit Schweizer und italienischem Einschlag und sensationelle Berg-Blicke bietet das Restaurant Alp Grüm direkt an der Station von Bergün. Wenn Sie hier speisen wollen, müssen sie Bahn fahren oder lange wandern. Es gibt keine Straße.

www.alpgruem.ch

 

  1. „Gletschermühlen“ mit tollen Aussichten

Im Gletschergarten des Bergdorfs Cavaglia zeigt mir Romeo Lardi „Gletschermühlen“: Schmelzwasser und Granit-Gestein bohrten über Jahrtausende kreisrunde Löcher in Gneis-Felsen. Ein liebevoll gestalteter Weg mit herrlichen Ausblicken auf das italienische Valposchiavo und den See. www.ghiacciai.info

  1. Italienisches Dorf mit makabrem Haus

Das Dorf Poschiavo an der italienischen Grenze ist entzückend italienisch. Mit Cafés am Hauptplatz, Pizza-Duft und italienischem Stimmen-Gewirr. Die Berge im Hintergrund, schmucke alte Herrenhäuser und Kräutergärten, aus denen die berühmte Ricola-Zuckerlfirma ihre Bestandteile bezieht. 

 

Glacier Express: Der langsamste Schnellzug der Welt

 

Der Glacier Express punktet vor allem mit Top-Kulinarik: Es wird an Bord gekocht, der Kaffee rinnt frisch aus der Maschine. Serviert wird das Menü (Zürcher Geschnetzeltes) am Sitzplatz (mit Tisch). Originelles Mitbringsel: das schräge Glas für steile Teilstrecken.  Die großen Fenster können zwar nicht geöffnet werden, werden aber täglich geputzt. Die Foto- und Videomotive sind also auf Schiene.

Meine Insider-Tipps:

  1. Häppchen-Tour & Kultur in Chur

Die Provinzhauptstadt Chur hat eine nette Altstadt mit ehrwürdigen Zunfthäusern, schönen Brunnen und vielen kulinarischen Besonderheiten – vom Alpenstadt-Sushi ohne Fisch bis zum Churer Röteli. Was das ist, verrate ich im Video.

Geheimtipp für Kunstsinnige: Wer einen der schönen revitalisierten Innenhof der Bürgerhäuser in Chur erleben will, dem empfehle ich einen Besuch der neu eröffneten Galerie Loewen in der Reichsgasse. Moderne Kunst und altes Gemäuer bilden hier eine harmonische Einheit.

 

Info:

www.galerieloewen.ch

  1. Zermatt – das entspannte Bergsteigerdorf

Die Endstation Zermatt ist zwar sehr touristisch, aber auch überaus entspannt. Das Bergsteiger-Dorf mit Blick aufs Matterhorn ist komplett autofrei und übersät von feinen Restaurants, Hotels und Lokalen. Dem Mythos Matterhorn wird im netten Museum Tribut gezollt.

  1. Mit der höchsten Zahnradbahn ganz nah ans Matterhorn

Krönung meiner Bahnreise ist die Fahrt mit der höchst gelegenen Zahnradbahn Europas: Die Gornergrat-Bahn bringt mich auf 3115 m zum sensationellen Rundumblick aufs Matterhorn und 28 weitere 4000er-Gipfel. Wer im Kulmhotel Gornergrat nächtigt, hat dieses Panorama fast für sich allein. www.gornergratbahn.ch

 

 

Spar-Tipp

Günstiger fahren Sie mit dem Schweiz-weiten Travel-Pass-System.

Details: www.swiss-pass.ch

 

Infos

Schweiz Tourismus, Tel. 00800/ 100 200 30,

www.MySwitzerland.com

www.rhb.ch

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