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Kärnten

Warum ein Kurzurlaub im Kloster der Seele gut tut

Man muss kein Kirchengänger sein, um im Kloster wertvolle Tage zu genießen. Dass sich das "Klösterreich" als gastfreundschaftliche Oase mit Mehrwert für Geist, Seele und auch den Körper präsentiert, habe ich einmal mehr in zwei Kärntner Klöstern erlebt: im Stift St. Paul und im Kloster Wernberg.

von Claudius Rajchl (Kommentare: 0)

Warum ein Kurzurlaub im Kloster der Seele gut tut

Schwester Monika Maria Pfaffenlehner CPS ist eine lebenslustige Person, die auch immer ein Scherzchen auf den Lippen hat. "Wir sind die Schwestern vom Kostbaren Blut, abgekürzt CPS", sagt sie zur Begrüßung. "Manche nennen uns auch Collossal Praktische Schwestern."

Wie recht sie hat: Erstaunlich was die Klosterschwestern aus dem ehemaligen Schloss Wernberg alles gemacht haben: einen Garten Eden, der nicht nur Biokräuter und Gemüse hervor bringt, sondern auch Langzeitarbeitslosen neue Zuversicht und Selbstwertgefühl schenkt. Eine Kirche, die einst als Lager genutzt wurde, und jetzt - dank tatkräftiger Arbeit der Nonnen - nicht nur in neuem Glanz erstrahlt, sondern auch mit spannenden modernen Akzenten aus Glas punktet. Mutig, dass die Schwestern den Altarraum mit zeitgenössischer Sicht auf die christlichen Mysterien gestaltet haben.

Dann ist da noch die Bäckerei, wo der deutsche Jens ein glückliches neues berufliches Zuhause gefunden hat. Und die Landwirtschaft mit den Milchkühen, die vom Jungbauern Sebastian mit viel Liebe betreut werden - Am Morgen die Kühe streicheln und am Abend den Frischkäse aus der Milch genießen - das ist zum Beispiel ein tolles (Geschmacks)Erlebnis wie die vielen Produkte im Klosterladen, etwa der Abendtee von Schwester Hedwig. Welches Lieblingskraut der Schwester Hedwig darin verarbeitet wird, zeige ich im Video oben. 

Und das Restaurant, wo die köstlichen Speisen oft mit essbaren Blüten nicht nur die Gaumenfreuden erwecken, sondern auch ein Lächeln hervor zaubern. Und schließlich das Gästehaus, in dem das ganze Jahr über unzählige Seminare, Kurse, Meditationen und Konzerte stattfinden.

Und nicht selten greift Schwester Monika Maria selbst zur Gitarre, um mit den Gästen zu singen, offeriert das eine oder andere Gläschen Wein - und verblüfft mit direkten Worten wie diesen: "Wir sind sehr vorsichtig, wenn sich eine Frau bei uns als Nonne bewirbt. Eine Schwester muss mitten im Leben stehen, eine Frau, die nicht einmal in ihrem Leben richtig verliebt war, sollte nicht ins Kloster gehen, sondern vielleicht besser zu einem Therapeuten."

Info: www.klosterwernberg.at

 

 

 

KÄRNTEN

Stift St. Paul im Lavanttal: Geheimtipp für Kunstsinnige 

 

Ein Ort der Stille ist das Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal, das von jungen engagierten Mönchen geführt wird. Im Video führt mich Frater Maximilian durch das Schatzhaus Kärntens, verrät eine Geheimtür in der alten Bibliothek mit moderner Technik und zeigt die Kunst-Highlights des Stiftes - etwa das älteste Buch aus dem 5. Jahrhundert oder das kostbare Adelheidkreuz aus dem 11. Jahrhundert.

Und zum Verweilen lädt der idyllische Klostergarten des Stiftes ein, der eigentlich aus zwei Gärten in einem besteht: aus dem revitalisierten barocken Garten mit altem Brunnen und den etwas versteckten Kräutergarten, aus dem Pater Nikolaus die Zutaten für Liköre und Schnäpse holt, die man im Klosterladen erstehen kann.  Im Café Belvedere können die Besucher den Barockgarten bei Kaffee und Kuchen auf sich wirken lassen.

Info: www.stift-stpaul.at

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